Markus Steeg - ein Name mit Zukunft in der Seglerszene

Auf dem Rhein im Segelclub Rheingau sammelte Markus Steeg seine ersten Segelerfahrungen im Optimist und segelte seit 1993 im 420er. 1995 lernte er seinen Vorschoter Moritz Deml kennen, mit dem er bis heute erfolgreich segelt. Gleich im ersten Jahr setzte sich das Team gegen die deutsche Konkurrenz durch und qualifizierte sich bereits 1995 für die Jugendeuropameisterschaft und Jugendweltmeisterschaft.
1996 stiegen sie in den olympischen 470er um und ersegelten, trotz der starken und sehr professionellen Konkurrenz, den Titel des Junior-Vize-Champion. 1997 wurde das Team in den DC-Kader des Deutschen Segler Verbandes e.V aufgenommen. Da die beiden aus dem idealen Mannschaftsgewicht der 470er herauswuchsen, entschlossen sie sich für die damals neue olympische 49er Klasse. Um dieses High-Performance-Dinghy zu beherrschen, war harte Trainingsarbeit angesagt. Bereits 1998 schafften sie es, die Kriterien des Heinz Nixdorf Vereins e.V. (HNV Verein zur Förderung des Leistungssegelsports) zu erfüllen und wurden in die Förderung aufgenommen. Ebenfalls 1998 gewannen sie die Travemünder Woche und stiegen in den C-Kader des Deutschen Segler-Verbandes e.V. auf. Seitdem arbeitet das Team Steeg/Deml in einer nationalen Trainingsgruppe mit Trainer Jürgen Knuth zusammen. Die Jahre 1997, 1998 und 1999 beendeten sie immer unter den begehrten "TOP 3"der Deutschen Rangliste. Der Sprung unter die "TOP 4" der Weltrangliste in Ihrer Altersklasse aufzusteigen gelang ihnen 1999. Derzeit werden sie von Roland Gäbler betreut, nachdem die Zusammenarbeit mit dem HNV 2000, endete. Gäbler ist das große Erfahrungspotenzial an ihrer Seite, der im Verlauf seiner Segel-Karriere eine Bronze Medaille in Sydney 2000, 3x Welt- und 9x Europameister sowie rund 30 nationale Meistertitel in der Tornado- und der Laser-Klasse errang. Bei der Europameisterschaft 2001 in Brest/Frankreich erreichten Steeg/Deml als bestes deutsches Team einen 16. Platz von 60 Booten aus 17 Nationen. Damit qualifizierten sie sich für den olympischen B-Kader des Deutschen Seglerverbandes. Übertroffen haben die beiden diesen Erfolg dann im September 2001 bei der Weltmeisterschaft vor Malcesine/Italien. Von 160 Booten aus 34 Nationen ersegelten sie den 11.Rang, als bestes deutsches Team. Damit haben sie eine realistische Aussicht auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Das Training nimmt nicht nur viel Zeit in Anspruch, sondern verursacht auch hohe Kosten. Wir hoffen für Markus Steeg und seinen Vorschoter Moritz Deml, dass sie durch Sponsoren Unterstützung finden, um erfolgreich an den Olympischen Spielen in Athen teilnehmen zu können.
Text: Gerti Jansen
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