Weihnachtsfeier des WYC
am 13.12.2003 
Was der Nikolaus bei seinem Besuch vorgetragen hat. 
Seit vielen Jahren komm ich her,
um Euch zu sagen: Es weihnachtet sehr.
Auf meinem Weg durch Stadt und Land
da sehe ich so allerhand
was Freude bringt und auch mal Leid
in dieser ach  so hektisch Zeit !

In jedem Jahr hab ich gedichtet
Und hab Euch stets davon berichtet,
was sich ergab in diesem Club 
und seiner schönen Pellastubb.

Dies Jahr sollt alles anders sein,
ich rief mein holdes Engelein,
das all die Jahr mich gut betreut 
und hab ihm tüchtig eingebleut:
Such Dir nen andren guten Mann,
der diese Arbeit machen kann.
Ich gehe jetzt in meine Rente,
für mich ist diese Zeit zuende !

Das Englein hat lang nachgedacht
Und hat mich schließlich ausgelacht.
Das geht wohl nicht, Du armer Tropf,
schlag Dir die Rente aus dem Kopf!
Hast nie geklebt in Deinem Leben,
wer soll Dir dafür etwas geben !?

Drum kam ich auch diesjahr hier her,
um Euch zu sagen: Es weihnachtet sehr.

Dennoch ist diesjahr vieles anders. Durch widrige Umstände war ich nicht in der Lage, meine Worte an meinen Wiesbadener Yacht-Club in Reime zu fassen. Trotzdem  möchte ich wie in all den Jahren ein besonderes Dankeschön sagen.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Mitglieder des WYC, die auch im vergangenen Jahr ihrem Club die Treue gehalten haben. Zum fünfundvierzigsten Jubiläum konnte man feststellen, daß viele Mitglieder sich mit der Gemeinschaft eng verbunden fühlen und gerne zu den vielen Veranstaltungen kommen. Das harmonische Zusammenleben sorgt dafür, dass man auch nach langen Aufenthalten in fremden Revieren gern in den Heimathafen zurückkehrt.
Besonders erwähnenswert ist die hohe wassersportliche Kompetenz der Mitglieder. Schwerwiegende Havarien oder gar Personenschäden sind trotz sehr anspruchsvoller Reisen nicht zu verzeichnen. Allein die seit Jahrzehnten durchgeführten Nikolausfahrten, bei denen die doch sehr schnellen Berufsschiffe  beschert werden, sind immer ohne Beschädigung von Mannschaft und Schiff verlaufen. Herzlichen Dank hier an die beteiligten Schiffsführer und ihre Besatzungen !

Der Vorstand ist dankbar, daß die Mitglieder ihm auch im  vergangenen Jahr die Arbeit leicht gemacht haben. Neben der umfangreichen Verwaltung stand die Erhaltung des hervorragenden Zustandes des Bootshauses und der Steganlage im Vordergrund. Was die älteren Mitglieder in der Vergangenheit aus bescheidenen Anfängen geschaffen haben musste von fleißigen Helfern erhalten und verbessert werden. Viele von Euch, die nicht so oft ihren Club aufsuchen, merken wahrscheinlich gar nicht, was über das Jahr notwendig war. Hier ist die Erneuerung des mittlerweile arg verstaubten Museums zu einem Schmuckstück besonders zu erwähnen. Ein herzliches Dankeschön sage ich gerade hier an Hans Traxel und seine Mitarbeiter sowie an die vielen Spender, ohne die dies gar nicht durchführbar gewesen wäre.

Neben dem Vorstand gibt es hier eine gar nicht so kleine Gruppe von Freunden,

die fernab von den Segnungen des Ehrenamtes jederzeit zur Stelle sind, wenn es notwendig erscheint. Nur so konnten die Belastungen durch den monatelangen Ausfall des Bootsmannes bewältigt werden. Aus diesem Freundeskreis heraus wurde manche Veranstaltung durchgeführt, die sich hinter professioneller Organisation nicht verstecken muß. Was ehrenamtliches Engagement bewirken kann konnte man bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Jugendschlauchbootslalom sehen, die mit Beteiligung des WYC erstmals im Schiersteiner Hafen ausgetragen wurde. Die Begeisterung der vielen Sportler und Gäste an der perfekten Organisation war überwältigend. Hier geht ein herzlicher Dank an die vielen Helfer und nochmals ein Glückwunsch an unseren Jugendlichen Markus Jansen für den tollen 2.Platz in seiner 
Klasse!

Ein besonderes Highlight war das Fest der Rosen im Sommer  zum fünfundvierzigsten Jubiläum des Clubs. Bei Wein und Gesang konnte man bis weit in die laue Nacht feiern. Hier ein herzliches Dankeschön an die liebe Trudel Kramer die auch dieses Fest mit ihren Helferinnen perfekt ausgerichtet hatte!

Der Lange und trockene Sommer schuf auch Probleme für Boote mit größerem 
Tiefgang. Wegen des niedrigen Wassers waren manche Pläne nicht zu verwirklichen. Die Herbstregatta musste abgesagt werden und Liegeplätze verwandelten sich in Stehplätze. Hoffentlich war es nur ein Ausnahmesommer !

Keine Probleme mit dem Niedrigwasser hatten die Jugendlichen, die  mit ihren Schlauchbooten und Segeljollen trainierten. Durch großen Fleiß konnten gerade bei der Schlauchbootjugend ausgezeichnete Plätze bei der Stadtmeisterschaft und später bei der Hessenmeisterschaft errungen werden. Ein herzliches Danke und große Anerkennung gehen an Gerti Jansen und alle Teilnehmer !

Auch bei der seglerischen Jugend war verstärkte Aktivität festzustellen. Vor allem die Girls sind mit Eifer dabei und wollen es den Alten nachmachen. Hier sage ich ein Dankeschön an die Betreuerinnen Iris und Fritzi für ihre tolle Arbeit !

Als Fazit bleibt festzustellen:
Mit großer Wehmut habe ich zusehen müssen, wie die „Espana“ zum letztenmal abgelegt hat. Mit Betroffenheit habe ich erfahren müsssen, daß die „Dinos“ und die „Aquarius“ nicht mehr an ihren Liegeplatz zurückkehren. Menschen, die diesen Club über Jahre geprägt haben, gaben ihren geliebten Sport auf. Als Trost bleibt mir aber die Erkenntnis: Die von den Älteren aufgebaute Grundlage wird von ihren Nachfolgern nicht nur hoch geachtet und bewahrt, sondern permanent verbessert. So werden Traditionen durch Innovation bewahrt und der Bestand diese bedeutenden 
Wassersportvereins gesichert. So kann ich beruhigt meiner Wege ziehen und freue mich auf ein Wiedersehen als Nikolaus im nächsten Jahr !

Der Nikolaus des WYC wünscht allen Mitgliedern und ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und auch in der kommenden Saison 
„Allzeit Gute Fahrt in Gottes Namen“ !!

Text: Nikolaus Dr. Günther Maneck, Fotos: Tobias Steffens, Layout: Dieter Schlüter

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