Deutscher Vizemeister im Schlauchbootslalom


Nur noch eine Woche Zeit blieb bis zur Deutschen Meisterschaft in Würzburg, um unseren fünf bei der Hessenmeisterschaft qualifizierten Teilnehmern noch den letzen Schliff zu geben. So war in den Abendstunden dieser Woche noch einmal Rückwärtsfahren, Mann-über-Bord Manöver, korrektes An- und Ablegen sowie einwandfreies Belegen an der Klampe geübt worden. Dann war es endlich soweit, am 20.September fuhren wir zusammen mit einigen Eltern, Edith und Dieter von Fleischbein, nach Würzburg zur Deutschen Meisterschaft.

Der Main wies erhebliche Strömung auf. So war für uns der am Nachmittag angebotene Trainingslauf von großem Wert. Für viele der 180 Teilnehmer, die nur stehendes Gewässer kannten, war daher der erste Wettkampflauf, genau wie bei uns, eine kleine Katastrophe, da das Schlauchboot zu schnell auf die ausgelegten Tore zutrieb. Aber es half alles nichts, wir mussten uns schnell auf das fremde Revier einstellen, um im zweiten Lauf den Parcour fehlerfrei zu fahren. Glücklicherweise werden bei den Meisterschaften nur die zwei besten Läufe gewertet und der schlechteste gestrichen. Im Laufe des Sonntagvormittag trafen auch unser Zweiter Vorsitzender Dr. Günter Maneck mit Ehefrau, sowie Manfred und Karin Ott in Würzburg ein, um unsere Truppe gebührend anzufeuern. Gegen 14.00 Uhr war es geschafft. Alle drei Läufe waren gefahren und man konnte bei allen Teilnehmern, wie auch bei den angereisten Fans, ein kräftiges Aufatmen hören. Die Wartezeit bis zur Siegerehrung wurde mit ausgelassenem Toben auf den zur Verfügung stehenden Hüpfburgen verkürzt. Endlich begann der Bayerische Landesvorsitzende, Klaus Weber, im großen und bis zum letzten Platz gefüllten Festzelt um 16:00 Uhr mit der Siegerehrung. Der Präsident des DMYV wurde von Präsidiumsmitglied Sudmann vertreten, der alle Teilnehmer beglückwünschte. Danach begann das Zittern, denn die Frage stellte sich, ob wir außer einer Urkunde auch einen Pokal, den es von Platz 1 bis Platz 6 vom DMYV gab, mit nach Hause nehmen könnten. Im Zelt war eine hervorragende Stimmung unter allen Jugendlichen aus den verschiedenen Bundesländern und der Beifall entsprechend groß, als die Gewinner aufgerufen wurden. In Klasse 4 war für uns die Aufregung besonders groß, als der Platz 6 aufgerufen war und unser Teilnehmer noch nicht genannt war. Wir hielten alle den Atem an, als Platz 5, Platz 4 und auch Platz 3 Schweiß treibend an uns vorbei gingen. Dann der Jubelschrei, wir hatten einen Deutschen Vizemeister. Marcus Jansen hatte die Nerven behalten und es trotz des ungewohnten Reviers geschafft, mit zwei hervorragenden Läufen und nur 1,19 Punkten hinter dem Deutschen Meister einen zweiten Platz zu erringen. Der Abstand zum Drittplatzierten erstreckte sich dann schon auf 2,93 Punkten. Aber auch die restlichen vier Teilnehmer des WYC konnten sich beachtliche Plätze in den anderen Klassen erkämpfen.

Es platzierten sich wie folgt:

Klasse 2:
Florian Brügel Platz 14
Klasse 3:
Nico Heymer Platz 14
Klasse 4:
Marcus Jansen Platz 2
Klasse 6:
Brian Traxel Platz 12
Sebastian Menges Platz 13

Ein herzliches Dankeschön sei auf diesem Wege noch einmal allen 5 Teilnehmern ausgesprochen

Text: Gerti Jansen
Foto: Dieter von Fleischbein, Gisela Menges
Layout: Dieter Schlüter

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