Die Hessenmeisterschaft in Wiesbaden von A bis Z

(Bilder kommen nach dem Text !)

A
lex Zais war an beiden Wettkampftagen als Wettkampfrichter-Versorgungsboot, Ankerleger und Wertungslisten-Abholer unterwegs. Skipper war Thorsten West, der von der charmanten Sandra begleitet wurde. Ihr Lächeln bei der Übergabe von Kaffee und Kuchen garantierte auch bei kalten Westwinden gute Laune bei den Wettkampfrichtern. 
Ankermanöver am laufenden Band forderten die Sturmböen am Samstag von den Skippern der Beobachtungsschiffe Buccaneer, Fortuna und Kargis. Herzlichen Dank an die Skipper für die Mühe und die Bereitstellung der Schiffe. 

B
ierzapfer Gerhard, Moni, Thorsten, Sandra, Iris, Michael und Petra hatten alle Hände voll zu tun, den Durst der Gäste zu stillen. Umschichtig nahmen sie dieses verantwortungsvolle Amt bis weit nach Mitternacht wahr.
Beschallt wurde die Veranstaltung freundlicherweise von Mike Hebel und Beate Lehr, die den „elektrischen Ernst“ perfekt vertraten. Wir danken sehr für diese wichti-ge technische Unterstützung.
Bojenlegen erforderte auch diesmal wieder Kraft und Augenmaß. Wettfahrtleiter Hans Traxel mit Team Brian, Marcus und Klaus hatten am Steg exakt die Torabstän-de vermessen und mit viel Kraftaufwand die Bojentore vor unserer Anlage platziert. Für das Einholen der Bojen nach dem Rennen gebührt Tobias Flohr und Stefan Werner, beide HBC, unser Dank ebenso wie Marcus, der am Montag die Grundge-schirre und sonstiges Gerümpel im Karl aufklarte und wieder im Bootshaus verstaute.
„Brügels Kuchen sind die besten“ verkündete Dr. Günter Maneck bei der Siegereh-rung. Jürgen und Sylvia Brügel bewiesen aber zusammen mit Orlando Silva im Aus-werteteam, dass sie eine Menge mehr als backen können. 

C
arsten von der DLRG-Schierstein sorgte wieder gekonnt für gute Stimmung am Samstagabend. Glücklicherweise hatte der MCM sein Jugendfloß in den WYC-Innenhafen eingeschwommen, so dass dort zu DJ Carstens Musik bis Mitternacht gerockt, gerudert und gefetzt werden konnte.

D
ieter von F., unser neues 15 PS-Boot, zeigte sich im ersten Renneinsatz von seiner besten Seite und machte mit seiner Zuverlässigkeit seinem Namensgeber alle Ehre. Ebenfalls ohne technische Ausfälle funktionierten die weiteren Wettkampfboote Tiger sowie Asterix und Obelix vom MCM, dem wir herzlich für die Bereitstellung der beiden Boote danken. 
DLRG-Schierstein sicherte wieder die Rennen und stellte ein Beobachtungsboot mit Mannschaft für beide Renntage ab.

E
dith von Fleischbein werkelte mitunter einsam, aber stets emsig an höchst un-terschiedlichen Einsatzorten. Sie schrieb die Urkunden, verkaufte Wertmarken, spülte Geschirr, half in der Küche, kurz überall dort, wo Not am Manne, nein besser an der Frau, war.
Edgar Rinke, der Bocuse des Wassersports, war auch diesmal wieder für die Ver-pflegung der Teilnehmer und Gäste zuständig, was er wie gewohnt mit Bravour meis-terte. Es darf heute schon gerätselt werden, wie die überaus wohlschmeckende San-dokhan/Hafenpfanne im nächsten Jahr variiert und benannt werden wird.

F
ahrkarten nach Kiel zur Deutschen Meisterschaft im September sicherten sich die Hessenmeister Clara Langer und Marcus Jansen, Vize-Hessenmeister Florian Brügel und auf jeweils einem dritten Platz David Apel und Brian Traxel 
Frühstück gab es am Samstag und Sonntag Dank unserer Frühaufsteher um Marlis, Maureen und Lotte bereits bei guter Zeit und in ausreichender Menge. Im Tagesver-lauf fanden sich abwechselnd viele Helfer, darunter auch Herr Illers und immer wie-der unsere Schatzmeisterin Renate Maneck, im Küchenzelt ein. Routiniert wetterte unser Küchenteam auch die von Westen einfallenden Sturmböen ab. 

G
eneral Manager für Einkauf, Personaleinteilung, Küchenorganisation und vieles mehr war Maureen Traxel, der wir ganz herzlich für ihren umfassenden Einsatz danken.

Gewogen wurden alle Teilnehmer bei der Anmeldung gewissenhaft von Renate Kop-penhöfer und Renate Maneck, die mit den Startnummern auch die begehrten Schlüsselhaken und, als Doping-Ersatz, Pfefferminzrollen verteilten.

H
altetaue mussten am Samstag wegen der starken Sturmböen am Küchenzelt angebracht werden. Hans-Jürgen aus Hanau (HBC) und Segelsenior Walter Feldmann nahmen sich dieser Aufgabe mit großem Geschick an.
Hessenmeister wurden in Klasse 3 Clara Langer und in Klasse 5 Marcus Jansen. 
HELM-Pressewartin Gisela Menges war an beiden Wettkampftagen stets mit der Kamera zugegen und wird wieder wie gewohnt vollständig in Text und Bild in der Wassersportpresse und den regionalen Presseorganen berichten. 

I
ngenieurwissen musste zwar nicht herangezogen werden, aber im Vorfeld war handwerkliches Geschick und eine genaue Vermessung der Pritsche erforderlich. Eine Belastungsprobe lieferte bereits die Verleihungsveranstaltung zur Blauen Euro-pa. Nur so gelang es, das in der Größe optimal angepasste Festzelt und den zum Küchenzelt umfunktionierten Pavillon so unterzubringen, dass für alle Gäste und Funktionen genügend Raum vorhanden war.

J
ugendliche Fahrer und zahlreiche junge Helfer bewiesen, dass die angebliche Überalterung im Yachtsport wohl zu einem guten Stück Fama ist. Mit Michael, Petra, Iris, Tobias, Sandra, Thorsten, Marlene und anderen gab es eine erfreulich große Zahl junger Mitglieder, die als Helfer fungierten.
Jugendwartin Gerti hatte wie gewohnt wieder einmal, zumindest mental, die eigene Familie aus ihrer Welt verbannt, um sich voll und ganz ihrer Aufgabe widmen zu kön-nen. Wie eine Tigerin über ihre Jungen, so wachte sie über die Fahrten ihrer Schütz-linge und kontrollierte Zulässigkeit und Begründetheit der Wettkampfrichterentschei-dungen. 

K
notenabnahme gehörte ebenfalls zur Wertung und so geschickt unsere Fahrer auch in den Booten unterwegs waren, dort erlebte mancher Jugendliche sein „Kunersdorf“. Vielleicht lag es an der Aufregung oder auch am in diesem Punkt teilweise neuen Reglement, dass sich hier doch viele Fehlerpunkte ansammelten.
Kielmäuse haben einen harten Job, zumal wenn der Wind Wellen aufwirft und damit Rückenstöße unvermeidbar werden. Diesmal stellten oder besser legten sich Sabine Lehr und Brigitte Mikulaschek (HBC) zur Verfügung, wofür ihnen herzlich zu danken ist.

L
änger als erwartet zog sich das Wettkampfrichter-Briefing am Freitagabend hin. Hier zeigte sich, dass aufgrund des unterschiedlichen Ausbildungsstandes der Wettkampfrichter eine gute Vorbereitung der Abläufe und eine perfekte Präsentation der Location erforderlich war. Beides meisterte Wettkampfleiter Hans Traxel hervor-ragend. Vielleicht lag die lange Dauer ja auch daran, dass es den Wettkampfrichtern in unserem Museum so gut gefiel.
Liegeplätze an der Außenseite unsere Anlage mussten geräumt werden, damit dort Wettkampfrichter und Zuschauer ungehindert auf den Parcours blicken konnten. Wir danken allen betroffenen Liegeplatzinhabern für ihr Verständnis und die Bereitschaft, vorübergehend die Boote umzulegen.

M
edaillen und Urkunden gab es für alle Teilnehmer aus den Mitgliedsvereinen. Dazu natürlich Pokale für die jeweils ersten drei Plätze in den Klassen und jeweils einen Sonderpreis für die erfolgreichste Mannschaft sowie die stärkste Vereinsgruppe.

N
achtlager mussten für Teilnehmer und Betreuer geschaffen werden, die mit Zelten im Gepäck angereist waren. Hier half uns der benachbarte WVS 1921 großzügig aus, wofür wir uns sehr bedanken.

O
hne Protest gibt es auch keine Meisterschaft, das ist bereits Tradition und auch nicht negativ zu sehen. Das Schiedsgericht verhandelte, entschied souverän und damit war es erledigt.

P
rominente Besucher konnten wir zur Siegerehrung begrüßen. Die stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Frau Annegret Kracht und Herr Wolfgang Nickel waren zusammen mit dem Stadtverordneten Manfred Ott und, in Vertretung des O-berbürgermeisters, dem Sportstadtrat Erhard Niedenthal gekommen. Die Ortsge-meinde Schierstein war mit dem Ortsvorsteher Dieter Horschler, Herrn Dieter Bender und Frau Gudrun Spindler vertreten. Auch die Landtagsabgeordnete Eva Kühne-Hörmann weilte unter den Gästen. Sie war als Mitglied des YC-Kassel und Mutter eines Starters gekommen.
Parcours-Abnahme war diesmal kein Thema. Der Landesjugendleiter kontrollierte Lage und Abstände der Tore und alle waren zufrieden. Das Bojenleger-Team hatte wohl exakt gearbeitet und Wanderbojen wie im Vorjahr blieben aus.
Perplex war HELM-Vorsitzender Klaus-W. Jansen über die ihm von Dr. Günter Ma-neck verliehene Ehrennadel des WYC. (Anmerkung des Verfassers: Herzlichen Dank, ich habe mich sehr darüber gefreut!)

Q
ualität war gefordert, denn nur wer mindestens einen fehlerfreien Lauf vorweisen konnte hatte eine Chance, im Ergebnis auf einem der ersten drei Plätze zu stehen. Qualität wurde aber auch von den Wettkampfrichtern eingefordert, die zumindest am Samstag bewerten mussten, ob nun der Pilot einen Fehler gemacht hatte oder aber der Wind die Tonnenberührung unvermeidbar werden ließ.

R
undum erneuert erwies sich unser alter „Karl“ auch bei dieser Veranstaltung wieder als unverzichtbar. Womit sonst hätten die schweren Ankergeschirre und die großen Torbojen punktgenau verlegt werden können, womit sonst hätten unsere Jugendlichen am Freitagabend mit Bänken und Gitarre bewaffnet einen Ausflug auf die Sandbänke der Rettbergsau unternehmen können.
Renate Koppenhöfer hielt auch im dichtesten Gedränge der Siegerehrung die Wert-markenkasse in sicheren Händen.

S
iegerehrungen haben immer eine eigene Dynamik: Proppenvoll ist das Zelt, Eltern, Trainer und natürlich auch die Fahrer warten gespannt auf die Ergebnisse und die Wettfahrtleitung hofft darauf , dass alles richtig gemacht wurde, die Auswerter darauf, alles richtig berechnet zu haben. Trotz aller Kontrollen zeigt sich hier und da immer wieder mal ein kleiner Fehler, müssen Berichtigungen vorgenommen werden und darüber ist die Aufregung groß. Das lässt sich bei solchen Veranstaltungen nicht vermeiden und sollte nicht überbewertet werden. Im Ergebnis kam unser Starter in der Klasse 6 einen Platz höher und war damit für Kiel qualifiziert.

T
ränen flossen mehr oder weniger deutlich bei den Fahrern, die trotz größter Be-mühung und Geschick aufgrund von widrigen Umständen eben Pech hatten und trotz vielversprechender Zwischenergebnisse nicht die erhoffte Platzierung im Endlauf erreichen konnten. Es ist lobenswert, dass unsere jungen Fahrer so viel Ehrgeiz zeigen, aber liebe Freunde, nehmt es nicht zu tragisch, auch eine Niederlage, zumal im Sport, ist eine lohnende Lebenserfahrung und vergesst nicht: Nach dem Rennen ist immer wieder vor dem Rennen, und die nächste Chance kommt bestimmt!

U
eberrascht von den verborgenen Talenten einiger unserer Mitglieder waren die Organisatoren an diesem Wochenende. So zeigten z. B. Dr. Hans-Herbert Sachse und Frau Helga, erhebliches Geschick am Grill und zauberten in kürzester Zeit hervorragende Steaks. Ob dieses Team allerdings künftig auch beim Hafenfest vor dem WYC eine Grillbude betreiben wird, war nicht eindeutig zu ermitteln, zumindest wurde die Möglichkeit diskutiert.

V
ereine, 11 an der Zahl, aus ganz Hessen hatten 80 Fahrer ins Rennen geschickt. Damit ist Hessen bundesweit einer der stärksten Landesverbände in diesem Segment des Jugendsports beim DMYV.

W
iesbaden ist wunderbar, aber was wäre Wiesbaden ohne den Schiersteiner Hafen, so das Urteil unserer Gäste. Viele Besucher aus Kassel, Fulda und vom Main schwärmten wieder begeistert von der Schönheit des Inselrheins. Dr. Maneck nutzte die Gelegenheit, bei einer kurzen Ausfahrt mit Gästen auf den Rhein unser Hausrevier vorzustellen.
Wettkampfmoderator Dr. Günther Maneck informierte von Bord des Brügel´schen Schiffes routiniert, stellte die einzelnen Fahrer vor und gab wichtige Hinweise zum Ablauf für die Wettkampfrichter auf den Beobachtungsbooten.

X
 für U konnten weder Wettkampfrichter noch Trainer einander vormachen. Wett-fahrtleiter Traxel informierte zeitnah in Zwischen-Briefings am Samstag und Sonntag über während des Rennens gewonnene Erkenntnisse und gab Klarstellungen. Darüber hinaus hatte jeder Wettkampfrichter das Reglement in der Tasche. 

Y
oungsters und Oldies fanden sich am Samstagabend bis Mitternacht im Festzelt zum fröhlichen feiern ein, wo wieder einmal deutlich wurde, dass unsere „Hafen-jugend“, aber auch die Wettkampfteilnehmer aus den anderen hessischen Vereinen von Jahr zu Jahr mehr zusammenwachsen. Dies ist ein großer Erfolg unserer ge-meinsamen Jugendarbeit.

Z
um Schluss bleibt dem Berichterstatter nur noch, allen Organisatoren, Machern, Helfern, Gästen, Wettkampfrichtern und Fahrern zu danken und unseren fünf Kiel-Fahrern viel Erfolg bei der deutschen Meisterschaft am 18. und 19. September zu wünschen. Wir werden am 17.9. um 6 Uhr 58 per ICE von Frankfurt nach Kiel fahren und gegen 13:00 Uhr dort ankommen.

Für Kiel zur Deutschen-Meisterschaft qualifizierten sich:

Hessenmeister  Klasse 3 Clara Langer
Hessenmeister  Klasse 5 Marcus Jansen
Vizemeister   Klasse 3 Florian Brügel
3. Platz  Klasse 4 David Apel
3. Platz  Klasse 6 Brian Traxel

Weiter platzierten sich:

Klasse 2 6. Platz Kevin Otte
Klasse 2 9. Platz Niklas Schmitz
Klasse 3 10. Platz Clara Heymer
Klasse 4 5. Platz Nico Heymer
Klasse 4 8. Platz Tobias Gilles
Klasse 5 6. Platz  Jennifer Langer
Klasse 5 13. Platz Laura Heymer

Wiesbaden, 5.7.04
Klaus-W. Jansen
Pressebeauftragter WYC




Layout: Dieter Schlüter


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