Jugendsternfahrt nach Hanau 4.-6. Juni 2004

Drei voll besetzte Jugendboote des WYC starteten am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr zum fast 70 Kilometer langen und 5 Schleusungen fordernden Törn nach Hanau zur diesjährigen Jugendsternfahrt. Es pilotierten Boris (Alex), Jojo (Dieter von F.) und Marcus (Self Esteem). 





Eingeladen hatte der Hanauer Boots Club, der mit erheblicher Unterstützung des HELM und Beteiligung des ADAC dieses Jugendevent ausrichtete. Leider begann es unterwegs erheblich zu regnen, so dass Fahrt und Schleusungen eine echte Herausforderung darstellten. 
Glücklicherweise waren unsere Sternfahrer lange vorab von der Jugendwartin bei den Schleusen angemeldet, so dass vier von fünf Schleusungen ohne größere Wartezeiten in den Großschifffahrtsschleusen durchgeführt werden konnten. Gegen 20 Uhr kamen unsere Boote und Crews, trotz wetterfester Kleidung, ziemlich müde und ausgefroren in Hanau an, was aber aufgrund des dort vorzufindenden Angebotes der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Manfred Ott, Hans Traxel, Brian Traxel und Klaus-W. Jansen hatten bereits die per Malermeister-LKW antransportierten Zelte aufgebaut. Die Jugendwartin hatte Ihre Helfer hierbei vor eine schwere Aufgabe gestellt. Während sie die Bedienungsanleitung Schritt für Schritt vorlas, versuchten die Helfer das nagelneue Großraumzelt erstmals aufzubauen, was nach einigen ungewollten Slapstick-Einlagen und fortdauerndem Regen schließlich tatsächlich gelang. Maureen hatte ein Herz und versorgte die Helfer mit frisch gezapftem Bier. Verwundert zeigten sich die Helfer auch über Menge und Gewicht des ihnen übergebenen Jugendgepäcks. Waren doch darunter zwei sehr schwere Reisetaschen, aus denen verdächtiges Klirren zu hören war. Auf Befragen versicherten aber die Eigentümer einmütig, dass sich in den Taschen ausschließlich Bücher befänden, da sie auch an diesem Wochenende für ihr Studium büffeln müssten (?). Nachdem die Jugendwartin aus ihrem scheinbar unerschöpflichen Reservoir reichlich Essen- und Getränke-Bons an ihre Jugendlichen verteilt hatte, vertiefte man im Festzelt, im Jugendcontainer und am Lagerfeuer alte Kontakte und knüpfte neue Freundschaften, bis hin zu aus Bayern angereisten Jugendlichen. Es wurde, wie erwartet, eine lange Nacht doch sorgte Gerti wie auch an den beiden nächsten Tagen dafür, dass die jüngeren Jugendlichen nicht überfordert wurden. 

Der Samstag brachte leider immer noch gelegentlich Regen, aber vielfältige Animation. Selbstredend hatte Landesjugendleiter Edgar Rinke wieder das Kommando über die Küchenbrigade. 


Er hatte auch eine Kletterwand, einen Clown, eine Soccer-Arena, einen Schaumbadkäfig, Rennbootvorführung sowie eine Wasserskishow des HELM Mitgliedsvereins Giessen- Oberlahn organisiert. Mittlerweile war Alexander mit einem vierten WYC-Jugendboot (Silberpfeil) angereist, so dass der WYC in der Wertung einen ehrlichen zweiten Platz samt Pokal erhielt (wir hatten gemäß der Ausschreibung ausschließlich jugendliche Vereinsmitglieder zwischen 8 und 25 Jahren gemeldet). Der Abend gehörte dann im Festzelt unserer Cover-Band, den von der Deutschen Meisterschaft bereits bekannten „Coverlieren“, die junge bis alte Sternfahrer wieder von den Stühlen rissen. Spätestens bei „You can leave your hat on“ tanzten insbesondere unsere Jugendlichen mit ihren Hanauer Freunden dann nur noch auf den Tischen und es gab eine Super-Partystimmung. Noch in der Nacht tauchten einzelne immer wieder in den Schaumbadkäfig und es soll sogar ein Mainbad stattgefunden haben. Dank der stets aufmerksamen „Tante Corinna“ wurden aber auch die Jüngsten wieder trocken gerubbelt und kamen rechtzeitig in die Schlafzelte.



Am Sonntag stand dann endlich die Sonne am Himmel und brachte angenehme Temperaturen für die Rückfahrt. Gegen 11 Uhr startete dann die gut zehn Boote umfassende Armada aus WYC- und MCM-Booten nach Wiesbaden. Wie schon am Freitag begleitete auch am Sonntag HELM-Geschäftsführer Menges mit seinem Boot „KARGIS“ die Sternfahrer und sorgte per Funkanmeldung wieder für ein rasches Abschleusen, diesmal ausschließlich in Großschleusen. Am Ruder von „Self Esteem“ pilotierte jetzt Corinna und Führerscheinausbilder Karlheinz Menges attestierte auch für die Rückfahrt unseren Crews fahrerrisches Können und ein hohes Maß an Fahrdisziplin. Kurz nach 15 Uhr wurden dann alle Sternfahrer mit dem Klang der WYC-Glocke wieder in unserem Hafen begrüßt. 
Facit: ein tolles Jugendwochenende, keine Havarie, keine Schäden an Mensch und Material, d.h. fast keine Schäden! Jugendwartin und HELM-Vizepräsident hatten sich aktiv am Soccer-Spiel beteiligt, mit der Folge, dass der Vizepräsident mit einer erheblichen Bänderzerrung nunmehr einige Tage an Krücken gehen muss. Wir danken allen Organisatoren, Sponsoren und Helfern beim HBC, beim WYC und beim HELM und freuen uns, alle spätestens bei der Hessenmeisterschaft wieder zu sehen.

Klaus-W. Jansen
-Pressebeauftragter des WYC-
 Layout: Dieter Schlüter
<ZURÜCK