Wettkampfrichterseminar des HELM

19 mehr oder weniger erfahrene Wettkampfrichter aus ganz Hessen, von Kassel bis Darmstadt und von Fulda bis nach Limburg, von Rhein, Main und Lahn konnte Vorsitzender Klaus W. Jansen begrüssen. Dabei waren auch zwei Gäste aus dem benachbarten Rheinland Pfalz, u.a. Frank Kreißel, 2. Vorsitzender des Bundesjugendvorstands des Deutschen Motoryacht Verbandes (DMYV). Ausrichter des Seminars war der Hessische Landesverband Motorbootsport (HELM), der damit nach Abschluss der Ausbildung im Herbst über fast 40 qualifizierte Wettkampfrichter verfügen wird. 
Die Referenten Bernhard Pawlowski, DMYV-Kampfrichter-Ausbilder vom AMC Castrop Rauxel und Karl Heinz Menges, HELM-Geschäftsführer und langjähriger Führerscheinausbilder, überzeugten mit praxisnaher Unterrichtsgestaltung sowie modernster Präsentationstechnik. Der Forderung der Fahrer und Vereine nach einheitlicher und zweifelsfreier Anwendung des Wettkampfreglements für die Jugendschlauchbootmeisterschaften, gerade im Hinblick auf die bundesweit wechselnde Vergabe der Deutschen Meisterschaft, aber auch die Vorgabe der DMYV-Jugend, bei überregionalen Wettkämpfen nur noch aktuell aus- und fortgebildete Wettkampfrichter zuzulassen, machten auch diese eingehende Schulung erforderlich, um eindeutige, für jeden nachvollziehbare und exakt dem Regelement entsprechende Bewertungen garantieren zu können.
Nach kurzer Vorstellung der anwesenden Teilnehmer führten die Referenten durch die gesamte Problemstellung der Wettkampfbewertung. Neben der Erörterung des in einigen Punkten noch präzisierungsbedürftigen Reglements der Ausschreibung zu den Deutschen Jugendmeisterschaften wurde den aus der Praxis kommenden Fragen breiter Platz in der Diskussion eingeräumt. 

Aufgaben und Stellung sowie Verhalten der Wettkampfrichter, Platzierung der WKR Positionen im Parcour, Ablegen am Steg, Bewertung der Fehler beim Durchfahren des Parcours, Eingreifen der Begleitpersonen im Boot und Disqualifikation, technische Anforderungen an Boote und Torbojen sowie der richtige Umgang mit technischen Problemen und sonstigen Störungen waren Themen, die es eingehendst zu behandeln galt.

In so genanntem Team-Teaching ergänzten sich die beiden Referenten geschickt, folgten Theorie und praktische Beispiele im Wechsel, so dass die Teilnehmer in der Schlussrunde einmütig äußerten, man habe sehr viel gelernt. Am Ende der Veranstaltung wurden die Teilnehmer aufgefordert, in der laufenden Saison das Gelernte bereits zu nutzen, Wettkampfrichter kritisch zu beobachten und die dabei gewonnenen Erfahrung und Erkenntnisse im zweiten Teil des Seminars am 13.11.04 mit einzubringen. 
Die Teilnahme von drei noch aktiven Fahrern der Klasse 6 und eine breit gefächerte Altersstruktur sind Beweis dafür, dass an der Wettkampfrichterausbildung großes Interesse bei den Mitgliedsvereinen des HELM besteht. 

Foto und Text: Gisela Menges
Layout: Dieter Schlüter

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