Kreppelkaffee in der Pella
Eigentlich sollte es in diesem Jahr ja eher ein ruhiges Kaffeetrinken als ein närrischer Kreppelkaffee werden. Die „Berufsfassenachter“ schoben eh bei de Dacho in der City Dienst, die Ministerin für Lustbarkeit und Vergnügen, Trudel von Geisenheim, hatte abgesagt und ein Ballett konnte diesmal auch nicht gefunden werden. Wer da aber geglaubt hatte, in Ruhe seinen Kaffee schlürfen zu können, der kannte den harten Fastnachtskern des WYC schlecht.
Die Pella erstrahlte in vierfarbbuntem Glanz, der überwiegend aus wenigen, kunstvoll von Heidi Schlüter drapierten Luftschlangen bestand und aus einer Behelfsbütt, die dem genialen Ingenieurwissen von Dieter Schlüter zur Ehre gereichte. Rasch füllte sich die Pella mit närrischem Volk, das sicher nicht nur der Kreppel und der Mettbrötchen wegen gekommen war.


Nach Eröffnung der Session durch Vizenarr Günther Maneck stieg Dieter Schlüter in die selbstgebastelte Bütt und betrachtete in gekonnten Reimen die Stellung von Mann und Frau in unserer Gesellschaft. Selbstverständlich erhielt seine immer wiederkehrende Feststellung, dass es den Männern sehr viel schlechter als den Frauen ergehe, regen Beifall der Herren. Aber sein Refrain „der Lenz ist da“ und die Aussicht, dass damit gemeinsame Höhenflüge zu erwarten seien, versöhnte rasch die Damen wieder.

Als waschechte „Deibelshex vun de anner Seit“ stieg dann Hannelore Feldmann, begleitet von Walter Feldmann, mit einem gekonnten Lied über den Teufel im Menschen auf die närrische Rostra. Perfekt kostümiert und geschminkt versprühte sie Humor und tanzte mit dem Dreizack zu den Klängen von Walter durch die Pella. Ganz klar, dass danach eine Zugabe gefordert wurde.

Mit seinem nicht mehr ganz unbekannten, aber hervorragend dargebrachten Vortrag über so genannte „Junge Alte“ brillierte Arthur Pinkel und begeisterte das Publikum. Gekonnt und mit dem ihm eigenen feinsinnigen Humor interpretierte er die „Gießkannenssprache“, wofür die Narren ihm ausgiebig Beifall spendeten. 








Bleibt dem Chronisten nur noch zu sagen, „Zott nach oben und Helau!“

Text und Bilder: Klaus W. Jansen, Pressebeauftragter WYC
Layout: Dieter Schlüter

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