Treffen zum Problem mit Wasserpflanzen im Hafen





Am Dienstag, den 26. Juli, hatte der Ortsbeirat von Schierstein die Vertreter der Schiersteiner Wassersportvereine und die gewerblichen Liegeplatzvermieter zu einer Diskussionsrunde über Maßnahmen zur Eindämmung der wuchernden Wasserpflanzen eingeladen. Anwesend waren ebenfalls Vertreter der Projektgruppe "Wasserqualität im Schiersteiner Hafen". Das  gut besuchte Treffen fand in der Pellastube des WYC statt.
Von den Vereinsvertretern  wurde betont, dass die Überwucherung mittlerweile zu einer ernsten Bedrohung der Aktivitäten der Wassersportler wird. Dargelegt wurde auch, in welcher Weise bereits Maßnahmen zur Beseitigung der Plage in Eigenhilfe ergriffen wurden.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass nur eine konzertierte Aktion zum Erfolg führen könne.
Im regen Austausch der Erfahrungen und Meinungen wurden Maßnahmen wie Abdeckungen des Grundes mit Folien, Einsetzen von Rotfedern (eine Fischart, die sich hauptsächlich von Wasserpflanzen ernährt), Entschlammung des Hafens und verschiedene Mähaktionen erörtert.
Am Ende war man sich einig, dass wegen knapper Kassen von der öffentlichen Hand wenig Beistand zu erwarten sei. Besonders wurde bemängelt, dass die Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes überhaupt kein Interesse an dem drängenden Problem gezeigt hatte, obwohl sie im Besitz des größten Teils der vermieteten Flächen ist.
Um kurzfristig eine Verbesserung der Lage zu erreichen, wurde von den Vertretern der Vereine vereinbart, in absehbarer Zeit in einer gemeinsamen Aktion an einem Wochenende die betroffenen Flächen in Eigenhilfe zu mähen und das Mähgut zentral zu lagern, von wo es durch ELW auf die Grünschnitt-Deponie abtransportiert wird. Der Ortsbeirat sicherte zu, dass er sich für die Übernahme der entstehenden Kosten durch die Stadt Wiesbaden einsetzen wird.
Im Rahmen der Diskussion hatten Vertreter der Firma "Aktionboot" Pläne angekündigt, ein spezielles Mähboot zum Preis von ca. 180.000€ anzuschaffen und dies an interessierte Vereine in Lohnarbeit zu vermieten.  Wegen der noch nicht abzusehenden Höhe der Entgelte für diese Maßnahmen wurde vorerst von den Vereinsvertretern keinerlei Zusage erteilt. Engagierte Diskussionsteilnehmer vom WYC waren die Ehepaare Traxel und Maneck. Der WYC dankt ganz besonders dem Umweltbeauftragten Dr. Arno Grau für seinen unermüdlichen Einsatz für unsere gemeinsame Sache!
Dr. Günter Maneck